Wenn Oberleitungen gewartet, Signalanlagen montiert oder schwere Bauteile entlang der Schiene ausgetauscht werden müssen, zählt häufig jede Minute. Viele dieser Arbeiten können nur während kurzer Sperrpausen durchgeführt werden. In dieser begrenzten Zeit müssen Mitarbeitende, Werkzeuge und Materialien sicher zum Einsatzort gelangen und dort möglichst effizient eingesetzt werden.
Genau für diese Anforderungen wurden Zweiwege-Arbeitsbühnen entwickelt. Die Spezialmaschinen können sowohl abseits der Schiene als auch direkt auf dem Gleis fahren. Am Einsatzort bringen sie Personen im geschützten Arbeitskorb sicher in die Höhe – beispielsweise für Arbeiten an Oberleitungen, Brücken oder Signalanlagen. Anschließend kann die Maschine auf dem Gleis direkt zum nächsten Arbeitsbereich weiterfahren.
Mit neuen Kranfunktionen erweitert Platform Basket nun die Einsatzmöglichkeiten seiner RailRoad-Serie. Die RR14 und RR19 bringen nicht mehr nur Personen in die Höhe, sondern unterstützen auch beim Anheben und präzisen Positionieren von Werkzeugen, Materialien und schweren Bauteilen. Dadurch lassen sich unterschiedliche Aufgaben mit nur einer Maschine erledigen, zusätzliche Geräte können bei vielen Einsätzen entfallen und kurze Sperrpausen lassen sich effizienter nutzen.
Mit einer Arbeitshöhe von 18,70 Metern, einer seitlichen Reichweite von 12,60 Metern und einer Korblast von bis zu 500 Kilogramm ist die RR19 für anspruchsvolle Arbeiten an Oberleitungen, Brücken und weiterer Bahninfrastruktur ausgelegt. Zwei unterschiedliche Kranlösungen erweitern ihre Einsatzmöglichkeiten zusätzlich.
Bei der ersten Lösung befindet sich der Kran direkt im Arbeitskorb. Damit können Lasten von bis zu 200 Kilogramm gehoben werden, während gleichzeitig zwei Personen im Korb arbeiten. Davon profitieren insbesondere Teams, die Oberleitungen montieren und warten, Signalanlagen instand setzen oder Kabel, Isolatoren und andere Bauteile an Brücken und Masten austauschen.
Der Kran hebt die benötigten Komponenten direkt auf die passende Höhe und unterstützt dabei, sie präzise an der vorgesehenen Stelle zu positionieren. Die Mitarbeitenden im Arbeitskorb können die Bauteile anschließend unmittelbar montieren. Zusätzliche Hebegeräte und einzelne Arbeitsschritte lassen sich dadurch reduzieren. Das vereinfacht die Abläufe und hilft dabei, die verfügbare Sperrpause bestmöglich zu nutzen.
Ein besonderer Vorteil ist, dass der vollständige Arbeitsbereich der RR19 auch mit dem Kran im Korb erhalten bleibt. Lediglich das Eigengewicht des Krans von rund 40 Kilogramm wird von der verfügbaren Korblast abgezogen.
Wenn besonders schwere Bauteile genau dort benötigt werden, wo kaum Platz für einen zusätzlichen Kran vorhanden ist, zeigt die RR19 eine weitere Stärke. Mit wenigen Handgriffen wird aus der Zweiwege-Arbeitsbühne ein leistungsfähiges Hebegerät.
Dafür werden der Arbeitskorb und der Korbarm abgenommen und durch eine Seilwinde ersetzt. In dieser Konfiguration kann die RR19 Lasten von bis zu 1.000 Kilogramm heben und präzise positionieren.
Gerade bei Arbeiten entlang längerer Strecken bietet diese Lösung einen entscheidenden Vorteil: Die RR19 kann auch mit einer angehobenen Last am Haken auf dem Gleis verfahren. Kabeltrommeln für Oberleitungsarbeiten, Masten, Signalkomponenten oder schwere Bauteile für Brücken- und Gleisbauarbeiten lassen sich somit direkt aufnehmen, entlang der Schiene transportieren und am vorgesehenen Montageort absetzen.
Bei der Erneuerung von Oberleitungen, der Montage von Signalanlagen oder dem Austausch schwerer Komponenten kann die RR19 damit mehrere Aufgaben innerhalb eines Arbeitsablaufs übernehmen. Sie hebt, transportiert und positioniert die benötigten Materialien. Zusätzliche Hebe- und Transportgeräte sowie aufwendige Maschinenwechsel können bei vielen Einsätzen entfallen.
Das verringert den Platzbedarf auf der Baustelle, reduziert den organisatorischen Aufwand und kann sowohl Zeit als auch Kosten sparen. Vor allem während kurzer Sperrpausen bietet die Verbindung aus Arbeitsbühne, Transportmittel und Hebegerät einen deutlichen praktischen Nutzen.
Auch beim Antrieb bietet die RR19 künftig mehr Flexibilität. Die neue Hybridversion verbindet einen leistungsstarken Elektroantrieb mit der Ausdauer eines Verbrennungsmotors.
Das Batteriepaket mit 420 Ah und 51,2 Volt versorgt zwei Elektromotoren mit jeweils 8 kW. Wird während eines längeren Einsatzes zusätzliche Energie benötigt, kann der Verbrennungsmotor die Batterie wieder aufladen.
Diese Kombination ist besonders an Einsatzorten von Vorteil, an denen Lärm und Abgase möglichst vermieden werden sollen – etwa in Bahnhöfen, Tunneln oder bei nächtlichen Wartungsarbeiten. Im Elektrobetrieb arbeitet die RR19 geräuschärmer und lokal emissionsfrei, während der Verbrennungsmotor bei Bedarf zusätzliche Ausdauer ermöglicht.
Auch die kompaktere RR14 erhält einen Kran direkt im Arbeitskorb. Wie bei der RR19 können damit Lasten von bis zu 200 Kilogramm gehoben werden, während weiterhin zwei Personen im Korb arbeiten. Auch das Verfahren auf dem Gleis ist mit angehängter Last möglich.
Ihre Stärke spielt die RR14 vor allem bei Einsätzen aus, für die keine besonders große Arbeitshöhe oder Tragfähigkeit erforderlich ist. Mit einer Arbeitshöhe von 14,10 Metern und einer seitlichen Reichweite von 9,30 Metern eignet sie sich beispielsweise für Arbeiten an Bahnsteigdächern, Signalauslegern, Beleuchtungsanlagen oder Kabeltrassen.
Benötigte Bauteile können direkt in die passende Position gebracht und dort vom Montageteam befestigt werden. Dadurch lassen sich auch mit der kompakteren Maschine Hebe- und Montagearbeiten miteinander verbinden.
Für regelmäßige Wartungs- und Montagearbeiten stellt die RR14 damit eine wirtschaftliche Lösung dar. Ihr vollständiger Arbeitsbereich bleibt trotz der Kranfunktion erhalten. Lediglich das Eigengewicht des Krans von rund 40 Kilogramm wird von der maximalen Korblast von 400 Kilogramm abgezogen.
An Einsatzorten, an denen die Größe und das Gewicht der RR19 oder RR14 an Grenzen stoßen, spielt die kompakte RR11T ihre Stärken aus. Sie eignet sich besonders für schwer zugängliche Streckenabschnitte, enge Baustellen sowie kurzfristige Wartungs- und Reparatureinsätze, bei denen eine größere Maschine nicht erforderlich oder nur eingeschränkt einsetzbar ist.
Künftig soll die RR11T nicht nur Personen sicher in die Höhe bringen, sondern auch Werkzeuge, Materialien und kleinere Bauteile anheben können. Platform Basket entwickelt dafür einen Seilwinden-Kranmodus mit einer geplanten Tragfähigkeit von rund 300 Kilogramm. Für den Kranbetrieb wird der Arbeitskorb abgenommen und durch die Seilwinde ersetzt.
Diese Funktion befindet sich derzeit noch in der Entwicklung und wird in diesem Zuge auch auf die CE-Zertifizierung vorbereitet. Auf der InnoTrans 2026 präsentiert Platform Basket eine erste Demoversion. Sie zeigt, wie sich die kompakten Abmessungen der RR11T künftig mit zusätzlichen Hebemöglichkeiten verbinden lassen.
Mit den neuen Kranfunktionen entwickelt sich die RailRoad-Serie von Platform Basket zu einer noch vielseitigeren Lösung für Arbeiten an der Bahninfrastruktur. Während der Kran im Arbeitskorb der RR14 und RR19 die direkte Zusammenarbeit von Mensch und Maschine in der Höhe unterstützt, kann die RR19 mit ihrer Seilwinde auch schwere Lasten von bis zu 1.000 Kilogramm heben und entlang der Schiene transportieren.
Die geplante Windenfunktion der RR11T ergänzt dieses Angebot künftig für besonders enge und schwer zugängliche Einsatzorte. Je nach Aufgabe stehen damit unterschiedliche Maschinen und Kranlösungen zur Verfügung – von regelmäßigen Wartungsarbeiten bis zum Transport schwerer Komponenten.
Der praktische Nutzen bleibt dabei immer derselbe: weniger zusätzliche Geräte, weniger Maschinenwechsel und effizientere Arbeitsabläufe während begrenzter Sperrpausen.
KUNZE präsentiert gemeinsam mit Platform Basket die neuen Funktionen der RailRoad-Serie vom 22. bis 25. September 2026 auf der InnoTrans in Berlin. Fachbesucher finden die Maschinen am Stand von Platform Basket im Freigelände O/240 und können sich dort persönlich über die neuen Einsatzmöglichkeiten sowie über Kauf, Miete, Service und Schulungen informieren.
Ein besonderes Highlight findet am 23. September 2026 um 11:00 Uhr statt: Direkt am Messestand stellt Platform Basket die neuen Kranfunktionen vor und zeigt, welche zusätzlichen Aufgaben sich damit entlang der Schiene bewältigen lassen.
Wer die Maschinen und Funktionen live kennenlernen möchte, kann bei KUNZE ein kostenfreies Tagesticket für die InnoTrans 2026 anfragen!
KUNZE unterstützt Unternehmen nicht nur bei der Auswahl der passenden Zweiwege-Arbeitsbühne. Das Team begleitet seine Kunden von der ersten Beratung über Kauf oder Miete bis zur Einweisung und Bedienerschulung.
Auch während des laufenden Betriebs bleibt KUNZE ein fester Ansprechpartner. Wartung, Reparatur und Ersatzteilversorgung tragen dazu bei, dass die Maschinen langfristig sicher und zuverlässig eingesetzt werden können. So erhalten Kunden nicht nur die passende Technik, sondern eine auf ihren tatsächlichen Einsatz abgestimmte Lösung.
Sie möchten wissen, welche Zweiwege-Arbeitsbühne und welche Kranfunktion zu Ihren Aufgaben auf der Schiene passen? Das KUNZE-Team berät Sie gerne persönlich zu den Einsatzmöglichkeiten der RR11T, RR14 und RR19.